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Am Freitag, 17.Juni 2011 - fand unter Vorsitz von Friedhelm Schneider die Mitgliederversammlung 2011 statt. Pünktlich 20:00 Uhr pfiff er an und begrüßte alle Anwesenden in dem er den Sinn dieser Versammlung erläuterte. Zum einen informiert die Vorstandschaft über alles was sich um unser Hobby dreht. Es tat und tut sich einiges in und an den Iffezheimer Gewässer und innerhalb der Pachtgemeinschaft 1. Zum anderen soll sie auch der Kameradschaftspflege dienen, in dem man sich in Anglerlatein übt und sich austauscht.
So wusste Friedhelm von der nun endlich erfolgten Polderung zu berichten, welche keine bleibenden Schäden in Flora und Fauna hinterließ. Zurückgebliebene Pfützen oder etwa gar ertrunkene Tiere wurden nicht festgestellt.
Am 14er wird sich auf absehbare Zeit auch einiges ändern. So soll der See im nördlichen Teil aufgefüllt werden. Am Ende wird eine mit Bäumen bepflanzte Insellandschaft entstehen die durchzogen ist mit mehr oder weniger flachen Kanälen. Es fällt hierdurch einiges an Angelplätzen weg, doch werden ausreichend neue Laichplätze entstehen, welche im Endeffekt wertvoller für uns einzuschätzen sind. Was nutzen Top Angelstellen wenn keine Fische da sind? Außerdem ist eine Erweiterung der Auskiesung in Richtung Hügelsheim angedacht. Dort soll sich der See dann vergrößern und schließlich bis auf Hügelsheimer Gemarkung reichen.
Aufmerksam machen wollen wir auf das "Betreten Verboten" im Bereich des Schwemmsandes unterhalb des Kraftwerküberlaufes Staustufe Iffezheim. Man erreicht diese Stelle über ein Tor unterhalb der Fischtreppe. Den Damm der bis über die Rheinbrücke Wintersdorf- Beinheim auf halber Höhe nach links verlassen und zurück Richtung Überlauf. In diesem Bereich herrscht, je nach Kraftwerksbetrieb eine eher geringe Strömung, sodass Wildsauen und sonstiges Wild den Weg aus dem fernen Frankreich, schwimmender weise in unser schönes Deutschland finden. Dies haben auch unsere Kameraden der Jägerei bemerkt. Einem Angler des ASV Baden-Baden flogen dort die Kugeln um die Ohren. Also Leute, wir dürfen diesen Bereich nicht betreten, haltet euch deshalb, in eurem Interesse, von dort fern. Davon geht nämlich auch der Waidmann aus.
2013 kommt es zu einem neuen Pachtvertrag der PG 1 für den 14er. Angedacht sind Verhandlungen, ob wir den See nicht auch mit Booten zur Ausübung der Angelei befahren dürften. Es tut sich ja sonst auch einiges auf diesem See, brachten Vertreter aus der Kurstadt an, die Kiesdampfer dürfen aber auf keinen Fall bei ihrer Arbeit beeinträchtigt werden. Über eine Erlaubnis nicht nur für Wochenenden sollte aber diskutiert werden.
Weiter ging es mit Fakten zum Aal. Dieser wurde von der zuständigen Behörde auf Dioxin untersucht. Dieses Gift findet sich noch immer im Schlamm am Rheingrund, obwohl der Rhein für sich, wieder eine gute Wasserqualität vorweist, und Aale tummeln sich ja bekanntlich am Gewässergrund. So kam man auch zu dem Ergebnis, das er, auf den Rhein bezogen, stark belastet ist. Dies gilt für den Bereich Straßburg, in welchen man den Fluss auf unserer Höhe auch zurechnen muss. Im Bereich des Hochrheines und Bodensee sind geringe Belastungen festgestellt worden. Ebenso kann man davon ausgehen, das in den Nebengewässern keine Belastungen zu finden sind, da diese Aale in der Hauptsache eigener Besatz, Farmaale, sind, und diese erst zur Geschlechtsreife in den Rhein abwandern, ansonsten aber standorttreu sind.
Wobei wir gleich auf den Besatz an Farmaal in 2011 überleiten können. Der Kriegersee bei Söllingen und der 14er wurden mit insgesamt 52kg Farmaalen, ca. 10-20cm besetzt. AKI eigene Fließgewässer wurden mit 20kg wieder aufgeforstet.
Die Baumaßnahmen im Sandbach unterhalb der Goldbrücke sind gut angenommen worden und tragen einen Großteil zur Renaturierung des Baches bei. Die Kosten für die Einbringung der Hindernisse, in Form von Steinbrocken und Ausbaggerungen beträgt um die 25000 Euro, die aber im Zuge der Ausgleichsmaßnahmen keine Kosten für die AKI verursachten. In naher Zukunft soll da auch ein Besatz mit Bachforellen erfolgen. Wünschenswert wäre auch ein Lachsbesatz, welcher aber Stand heute fast noch als Utopie zu bezeichnen ist. Aber wer weiß?!
Tatort Kernsee! Einer unserer Kameraden fing dort einen feisten 10kg Hecht. Starke Leistung welche, bei dem was als nächstes folgt, leider in den Hintergrund rücken muss. Dieser Hecht hatte ein Teil einer sogenannten Aalschnur im Maul. Es handelt sich hier um eine Langleine, welche mit mehreren Haken bestückt, mit Ködern versehen und dann versenkt wird. Hierbei handelt es sich um eine besonders schändliche, verbotene Art der Fischerei. Wir können und dürfen nicht mal vermuten, da der See ja nicht nur von uns genutzt wird. Sollte dies aber ein Mitglied des AKI sein, welches einwandfrei überführt werden kann, führt dies zum sofortigen Ausschluss!
Die AKI wurde vom Büro für Gewässerbiologie & Umweltfragen angeschrieben. Diese fragten an ob sie im Mühlbach ein Elektrofischen zum Nachweis von Schlammpeitzgern durchführen dürfen. Die Zustimmung hatten sie sogleich, in der Ausführung wurden aber, nach Meinung unseres Gewässerwartes Dieter Degel, Fehler in der Auswahl des Standortes gemacht. So wurde kein Nachweis dieser bedrohten Fischart erbracht. Das Ergebnis wie folgt.
Mühlbach vor Unterdolung Karlstrasse
47 St. Döbel
6 St. Gründling
1 St. Hecht
5 St. Kalikokrebs
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Mühlbach im Bereich der Rennbahn
4 St. Aal
19 St. Döbel
246 St. Hasel!!!
4 St. Hecht
9 St. Rotauge
3 St. Schleie
1 St. Schmerle
24 St. Stichling
43St.Kalikokrebs |
Weiter ging es mit den Aussichten auf nächstes Jahr. 2012 hat die AKI 50 Jähriges Jubiläum, und das will stilecht begangen sein. Hierzu bedarf es auch unbedingt einer Festschrift. Für diese suchen wir Bilder aus den Anfängen, der Gründerzeit unseres Vereins. Hierzu rufen wir auch die Iffezheimer Bevölkerung auf. Wenn irgendjemand von euch da draußen im Besitz von Bildern aus den frühen 60er Jahren hat, bitten wir euch sie uns zur Verfügung zu stellen. Unser Dieter, der die Festschrift im Übrigen auch verfasst, scannt sie kurz ab und ihr bekommt alles direkt und unbeschadet zurück. Im Vorfeld schon ein Dankeschön für eure Mithilfe.
Mit dem nun bald anstehenden Fischerfest beginnen, bedingt auch durch unser Jubiläum, arbeitsreiche Zeiten. Die Resonanz unserer Mitglieder auf eben das Fischerfest lässt einiges an Luft nach oben. Bald darauf steht die Rennbahnbewirtung an und wir wünschen uns insgesamt eine regere Beteiligung bei solchen Veranstaltungen. Auch wird noch mal auf Kuchenspenden hingewiesen. Bitte ihr Anglerfrauen, macht euch bitte die Mühe für uns und schließt euch mit Doris Einbock kurz. Sie koordiniert diesen Bereich. Des Weiteren gibt es da ja auch noch den Anglerfrauen Treff (bei den Männern nennt man das einfach Stammtisch!) zu dem alle mit Interesse jederzeit willkommen sind.
Bevor die Versammlung zum Ende kam, gab es noch einen kurzen Abriss vom Fischpass. Bis Anfang Juni diesen Jahres wurde sie von 43 Lachsen passiert. Angestrebt in 2011 seien Rückkehrer in der Größenordnung zwischen 80 und 100.
Wer Interesse hat kann den Fischpass per Webcam beobachten. Die Adresse lautet www.wfbw.de - (direkt zur Livecam). Dort findet man eine Live Cam. Man kann aber auch Filmsequenzen vergangener Passierer anschauen.
So kam es dann zum Abschluss der Veranstaltung nachdem keiner mehr Fragen hatte. Dieser wurde mit einem zünftigen Anglergruß begangen, bevor es dann zum geselligen Teil überging. Anglerlatein spinnen eben!
Jugendzeltlager am Quelloch
Samstag, Sonntag war unser Vereinsgelände den Campern überlassen. Unter der Leitung von Jugendwart Jens Daul stand da natürlich das Angeln ganz vorn an. Es wurde das erste Jugend Königsfischen ausgetragen. Nach zwei Durchgängen konnte dieses Nils Hahn für sich entscheiden. Zweiter wurde Patrick Ullrich vor Samuel Oesterle. Am Samstagabend ging es zum Nachtfischen auf Aal und Zander am Kernsee. Nach kurzem Schlaf wurde, noch vor dem Frühstück, wieder der Zander bejagt. Insgesamt ist der Fangerfolg eher als mäßig zu bezeichnen. Dafür war die Laune aller umso besser. Den Abschluss des Zeltlagers fand dann mit der Ehrung zum Jugend Fischerkönig statt. Danke an die Betreuer Matteo dal Borgo, Pascal Moser und Sascha Peter.
Bericht: Peter Külgen |